Anstehendes Refinanzierungsgeschäft belastet die Märkte
geschrieben von: Udo Bergstein am 05.07.2010 um 15:48 UhrDie Finanzierung der Banken durch die Europäische Zentralbank (EZB) ist eine Besonderheit. Die Finanzierung zwischen den Finanzinstituten funktioniert seit der Finanzkrise auch auf Grund gegenseitigem Misstrauens nicht mehr. Dies ist ein Indikator dafür, dass die Krise bei den Banken noch nicht überwunden ist.
Ursprünglich als einmaliges Finanzierungsgeschäft gedacht, hat die EZB, in Sorge über Verwerfungen auf den Anleihemärkten und steigenden Risikoprämien am Interbanken-Geldmarkt, die Wiedereinführung langfristiger Geschäfte beschlossen. Besonders hoch ist der Liquiditätsbedarf bei den drei Krisenländern Spanien, Portugal und Griechenland. Sorge bestand zu Beginn der Woche wegen der anstehenden Refinanzierung der Banken in Höhe von 442 Milliarden
Euro am Donnerstag. Auch wird der Umfang des am Mittwoch anstehenden dreimonatigen Finanzierungsgeschäftes der EZB erwartet. Sollten bei der EZB unter 250 Milliarden Euro nachgefragt werden, würde dies als Zeichen einer besseren Liquiditätsausstattung bei den Banken gelten und die Märkte beruhigen.
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