Die irren Rettungspläne der US-Regierung
geschrieben von: s.hahn am 20.09.2008 um 11:05 UhrAls ich zunächst von den Rettungsplänen der US-Regierung hörte, konnte ich es nicht fassen: Die Banken sollen von Ihren Bad-Assets befreit werden. Die FTD schreibt "?US-Finanzminister Henry Paulson kündigte am Freitag ein umfassendes Programm an, den Banken illiquide Vermögenswerte abzunehmen. "Wir sprechen von Hunderten Milliarden ( Dollar)?." .
Jahrelang wurden üppige Gewinne erzielt, in dem zu viele Kredite zu billig (in Bezug auf die angemessene Risikoprämie) auf den Markt geworfen wurden. Und jetzt, als sich diese Fehlentscheidung rächt, werden die entstehenden Verluste umfassend (!) verstaatlicht. Eine echte Farce ist dieses Programm auch für Lehman Brothers: Da lässt man diese Bank erst noch gegen die Wand laufen, mit der Begründung man könne nicht jede Bank mit Steuergeldern retten - und eine Woche später präsentiert Paulson seine Aufkauf-Pläne für Bad Assets.
Die Rettung wesentlicher Finanzinstitutionen, bei deren Zusammenbruch das gesamte System in Gefahr wäre, ist durchaus plausibel. Die Entlastung der Banken auf breiter Front ist es nicht. Moral hazard -Problemen wird damit Tür und Tor geöffnet. Entscheidungstheoretisch ist dieses Programm der GAU. Ich glaube, ich sollte mir einen Job bei (US-) Banken suchen - für unternehmerische Fehlentscheidungen springt dort der Staat ein.
- Tags: Aufkauf, Bad Assets, Blog, Börse, Börsennews, FED, Finanzkrise, Paulson, Rettungspläne, US Regierung,
Kommentar schreiben
- Kategorien
- Archiv
- November 2011
- Oktober 2011
- September 2011
- August 2011
- Juli 2011
- Juni 2011
- Mai 2011
- April 2011
- März 2011
- Februar 2011
- Januar 2011
- Dezember 2010
- November 2010
- Oktober 2010
- September 2010
- August 2010
- Juli 2010
- Juni 2010
- Mai 2010
- April 2010
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- Oktober 2008
- September 2008
- August 2008
- Juli 2008
- Juni 2008
- ältere Beiträge
- Update
- Immer Uptodate sein mit dem Börsennews Rss-Feed