Die Eurokrise hält weiter an
geschrieben von: Marcel Toff am 09.06.2010 um 12:12 UhrSeit einiger Zeit ist der Euro/Dollar Kurs auf Talfahrt. Die Griechenlandkrise, die hohe Verschuldung Spaniens, Irlands und anderer Mitglieder des Euroraumes, sowie die Meldungen zum deutschen Verbot von Leerverkäufen, ließen den Euro sinken. Erstmals seit 4 Jahren ist dieser auf einen Tiefpunkt von 1,19 zum US- Dollar angekommen. Ursache war diesmal Ungarn: das einstige Musterland der EU, welches sich aber noch nicht im Euroraum befindet, hatte letzte Woche einen Staatsbankrott nicht mehr ausgeschlossen. Dies verschärfte die Sorge um die Nachbarländer Bulgarien und Rumänien.
Das von der deutschen Bundesregierung beschlossene Sanierungspaket ist ein erster Schritt um die Finanzmärkte zu beruhigen. Alles schaut jetzt auf Jean-Claude Trichet den Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), wenn er am Donnerstag auf der angekündigten Pressekonferenz sich zum weiteren Vorgehen der EZB zu dem Kaufprogramms von weiteren Staatsanleihen äußern wird. Ein unbegrenztes Kaufprogramm könne, so Kritiker, die langfristige Stabilität des Euroraumes gefährden. Ein Vertrauensverlust in die Zentralbank könne längerfristig die Talfahrt des Euro wieder beschleunigen.. Auch der IWF stellt die G-5 nun unter stärkere Beobachtung um zukünftig schneller reagieren zu können.
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