… und täglich grüßt die Akropolis
geschrieben von: Udo Bergstein am 1. März, 2010Griechenland wird in den nächsten Tagen weitere Staatsanleihen platzieren und hofft auf Unterstützung aus Deutschland. Wie die Financial Times Deutschland berichtet, zahlt der griechische Staat derzeit bis zu dreimal so hohe Zinsen wie Deutschland.
Ein Hilfspaket soll auch Diskussionsgegenstand eines Treffens von Kanzlerin Merkel und Ministerpräsident Papandreu Ende der Woche sein. Merkel äußerte sich bisher allerdings eher defensiv. Entsprechende Gerüchte sind nach einem Treffen von Deutsche Bank Chef Ackermann und Papandreu aufgekommen. Die Regierung wolle aber keine Staatsgarantien für Anleihenkäufe von Privatbanken geben und diesen ein lukratives Geschäft ermöglichen. Vielmehr fordert die Kanzlerin weiterhin unermüdlich eine Sanierung des griechischen Haushaltes und eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit.
Kritischere Stimmen sind, laut Handelsblatt, aus dem EU-Parlament zu hören. Strengere Regeln für Spekulationen gegen den Euro sind an der Tagesordnung. Auch müssten Banken Verantwortung zeigen. Das hört sich irgendwie bekannt an. Trotz allen Relativierungen, Drohungen, Dementi und Krisengipfel muss sich die EU auf einen worst case vorbereiten. Das Eingreifen staatlicher Banken, ob über Ankauf oder Garantien ist am wahrscheinlichsten, auch wenn es verständlicherweise keiner zugeben will. Der Euro steht heute bei $ 1,36. Die Angst vor einem Absturz lebt.
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