blog.börsennews.de http://blog.boersennews.de Ein weiteres tolles WordPress-Blog Tue, 02 Sep 2014 08:30:41 +0000 de-DE hourly 1 http://wordpress.org/?v=3.6.1 Mythos September: Der schlechteste Börsenmonat hat begonnen http://blog.boersennews.de/borsenempfehlung/mythos-september-der-schlechteste-boersenmonat-hat-begonnen/5692.html http://blog.boersennews.de/borsenempfehlung/mythos-september-der-schlechteste-boersenmonat-hat-begonnen/5692.html#comments Tue, 02 Sep 2014 08:30:41 +0000 Matthias Kahrmann http://blog.boersennews.de/?p=5692 Der Monat September steht bei Börsianern in einem ganz schlechten Licht. Sein katastrophaler Ruf rührt von der Statistik her, nach der es in diesen rund vier Wochen insgesamt die größten Kursverluste gibt. Woher kommt das?

Gestern hat er begonnen, der September. In diesem Monat geht es an den weltweiten Börsenplätzen häufig turbulent zu. Nicht selten gibt es teils gravierende Kurseinbrüche. Empiriker haben herausgefunden, dass der US-Leitindex Dow Jones seit 1927 in jedem September durchschnittlich rund 1,2 Prozent eingebüßt hat. Sein deutsches Pendant, der DAX, verlor seit 1965 sogar 1,7 Prozent. Besonders schlimm waren die Börsentumulte nach den Ereignissen vom 11. September 2001 sowie sieben Jahre danach, als die US-Investmentbank Lehmann Brothers Konkursantrag stellte.

Anleger reagieren überempfindlich auf negative Nachrichten

Hintergrund des Schreckensmythos könnte zum einen die nachrichtenarme Zeit sein. Sowohl die Dividenden-Saison als auch die Berichtssaison sind vorbei. Es gibt keine neuen Impulse. Mithin können schlechte Pressemeldungen über politische oder konjunkturelle Themen eine immense Wirkung entfalten. Auf der anderen Seite erwiesen sich die Schätzungen der Analysten und Konzerne oftmals als zu hoch gegriffen, sodass sie im Spätsommer revidiert werden mussten. In den Vereinigten Staaten kursiert zudem eine Theorie, die stark an das Wetter angelegt ist. Demnach werden Privatanleger in diesem Monat aufgrund fallender Temperaturen und kürzerer Tageslängen niedergeschlagen und risikoscheu.

Manchmal kommt es auch anders

Nicht immer erweist sich der September so schlimm wie sein Ruf. Das zeigt vor allem die Statistik der vergangenen Jahre. Marktexperte Robert Rethfeld von Wellenreiter-Invest weist auf 2010 und 2012 hin. Damals sei das "September-Gespenst" durch erfolgreiches Eingreifen der Zentralbanken vertrieben worden. Und 2013 war der DAX im September sogar um sechs Prozent nach oben geklettert und markierte einen Bestwert. Privatanleger sollten daher nicht blindlings auf Saisoneffekte schauen, sondern stets ihren eigenen Weg gehen.

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Aktienindizes: Nokia ist zurück im EuroStoxx 50 http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/aktienindizes-nokia-ist-zurueck-im-eurostoxx-50/5689.html http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/aktienindizes-nokia-ist-zurueck-im-eurostoxx-50/5689.html#comments Mon, 01 Sep 2014 14:14:01 +0000 Matthias Kahrmann http://blog.boersennews.de/?p=5689 Ein alter Bekannter feiert seine Wiederkehr in den Auswahlindex der Eurozone. Nach einer Abstinenz von eineinhalb Jahren darf sich die Aktie des einstigen Handypioniers Nokia wieder Mitglied des EuroStoxx 50 nennen. Bekommt der Titel jetzt weiter Auftrieb?

Aus einer Mitteilung der Deutsche-Börse-Tochter Stoxx geht hervor, dass der frühere Weltmarktführer im Handygeschäft ab dem 22. September wieder im EuroStoxx 50 vertreten sein wird. Im März 2013 war er infolge eines dramatischen Kursverfalls bedingt durch zahlreiche Gewinnwarnungen aus der ersten europäischen Börsenliga herausgeflogen. Seinen Platz für Nokia räumen muss die Minengesellschaft CRH aus Dublin. Außerdem fliegen die Aktien von Ericsson und Tesco aus dem Index. Sie werden durch die Titel der britischen Konzerne Prudential, ein Versicherer, und BT Group, eine Telekommunikationsfirma, ersetzt.

Verkauf der Handysparte fruchtet

Der Kurs der Nokia-Aktie hat sich kräftig erholt. Verantwortlich dafür dürfte vor allem der Verkauf des defizitären Handygeschäfts an Microsoft sein. Seither kann sich das finnische Unternehmen vollends auf den Bereich Netzwerktechnik und Landkarten konzentrieren. Mit der Rückkehr in den europäischen Multiwährungsindex ist es sehr wahrscheinlich, dass das Papier weiter an Aufmerksamkeit gewinnt und seinen kontinuierlichen Kursanstieg fortsetzten kann.

Charttechnik lässt weiteres Kursplus erwarten

Nokia hatte am Freitag mit fast 6,50 Euro ein neues Jahreshoch erreicht. Damit befindet sich der Titel aktuell auf dem höchsten Stand seit März 2011. Vieles deutet nun auf eine Vermehrung auf bis zu sieben Euro hin. Mittelfristig hält so mancher Analyst ein Kursniveau von knapp neun Euro für möglich. Die Höchststände aus dem Jahr 2007, als die Aktie bei rund 28 Euro notierte, sind aber noch in weiter Ferne, ganz zu schweigen von dem Wert aus der Zeit der Jahrtausendwende. Für Privatanleger stellt Nokia aber trotzdem durchaus eine Option dar.

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Amazon vs Google: Onlinehändler plant eigene Werbeplattform http://blog.boersennews.de/kurznachrichten-rund-um-wirtschaft-markte/amazon-vs-google-onlinehaendler-plant-eigene-werbeplattform/5684.html http://blog.boersennews.de/kurznachrichten-rund-um-wirtschaft-markte/amazon-vs-google-onlinehaendler-plant-eigene-werbeplattform/5684.html#comments Tue, 26 Aug 2014 08:30:47 +0000 Matthias Kahrmann http://blog.boersennews.de/?p=5684 Der weltgrößte Onlinehändler Amazon will in das von Google dominierte Geschäft mit Internetanzeigen vorstoßen. Geplant ist eine eigene Plattform, auf der Werbung platziert werden soll. Der Konkurrenzkampf der beiden Schwergewichte gewinnt dadurch weiter an Auftrieb.

Wie aus einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, will Amazon in einem ersten Schritt die Anzeigen auf der eigenen Seite bald mit einer hauseigenen Software namens "Amazon Sponsored Links" vertreiben. Diese soll noch in 2014 getestet werden und funktioniere ähnlich wie Googles AdWords-System.

Ein Angriff auf Google?

In einem zweiten Schritt könnte das Programm um neue Anzeigenformen erweitert werden. Es gibt beispielsweise Gerüchte über ein Tool, mit dem Werbeagenturen Platzierungen für mehrere Werbekunden auf einmal buchen können, heißt es in der Mitteilung weiter. Außerdem könnte sich das Unternehmen aus Seattle der Informationen zum Kauf- und Klickverhalten seiner 250 Millionen aktiven Nutzer bedienen, um Anzeigen wirkungsvoller einzurücken. So ist es durchaus denkbar, dass Amazon zu einem ernsten Konkurrenten für Googles Werbegeschäft wird, zumal der Suchmaschinenbetreiber einen seiner größten Kunden in diesem Segment verlieren würde.

Google dominiert das Online-Werbegeschäft

Bislang stehen die beiden Firmen schon bei Smartphones, Apps und im Onlinehandel im direkten Wettbewerb zueinander. Zumindest in Sachen Werbung ist aber Google das Maß aller Dinge. Allein in diesem Bereich verdient der IT-Riese aus Mountain View im US-Bundesstaat Kalifornien jedes Jahr rund 50 Milliarden US-Dollar. Weltweit liegt sein Anteil an bezahlten Sucheinträgen bei 84,4 Prozent. Die restlichen 15,6 Prozent entfallen vor allem auf Facebook und Microsoft. Mithin wird alles andere als einfach für Amazon, hier Fuß zu fassen.

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Neue Handelswoche: Börse Tokio startet mit Kursgewinnen http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/neue-handelswoche-boerse-tokio-startet-mit-kursgewinnen/5681.html http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/neue-handelswoche-boerse-tokio-startet-mit-kursgewinnen/5681.html#comments Mon, 25 Aug 2014 13:41:43 +0000 Matthias Kahrmann http://blog.boersennews.de/?p=5681 Die Börse in Tokio hat dank der Hoffnung auf eine weiterhin lockere US-Geldpolitik einen freundlichen Start in die neue Handelswoche hingelegt. Besonders Exportwerte wie Sony und Toyota waren gefragt. In Shanghai gingen die Kurse hingegen in den Keller.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den ersten Handelstag mit einem Plus von 0,5 Prozent auf 15.613 Zähler. Der breiter gefasste Topix-Index verbesserte sich um 0,41 Prozent auf 1.291 Punkte. Insgesamt gab es 1.103 Kursgewinner, 474 -verlierer und 154 Titel, die unverändert notierten. Analysten wiesen auf die unterstützende Wirkung hin, welche die Aussagen von Fed-Chefin Janet Yellen zur künftigen Zinspolitik der USA beim Notenbanker-Treffen in Jackson Hole am vergangenen Freitag ausgeübt hätten.

Exportwerte schießen nach oben

Die Schwäche der japanischen Landeswährung Yen verhalf den Aktien exportorientierter Unternehmen zu Gewinnen. An der Nikkei-Spitze standen die Papiere der Elektronikfirma Pioneer, die um 6,9 Prozent zulegten. Der Automobilriese Toyota verteuerte sich um 0,71 Prozent, der Unterhaltungselektroniker Sony stieg um 0,9 Prozent. Ebenfalls im grünen Bereich lagen die Titel von Hitachi (plus 1,68 Prozent), Fujifilm (plus 4,04 Prozent) und Panasonic (plus 0,9 Prozent). Kräftig abgerutscht ist hingegen der Pharmakonzern Chugai Pharmaceutical (minus 9,2 Prozent). Angeblich ist die Schweizer Muttergesellschaft Roche nicht mehr an einer Komplettübernahme interessiert, sondern strebt stattdessen den Kauf des US-Rivalen InterMune an.

In Shanghai geht es bergab

Auf dem chinesischen Festland büßte der Leitindex Shanghai Composite ein halbes Prozent auf 2.229 Zähler ein. Hintergrund seien die Nachwirkungen des enttäuschenden HSBC-Einkaufsmanagerindex' und der damit verbundenen Angst vor einem schleppenden Wirtschaftswachstum, erklärten Marktbeobachter. Die Aktien des Kohlebergwerksbetreibers Shaanxi Coal Industry verloren 2,6 Prozent. Demgegenüber kletterte der Hang Seng Index in Hongkong um 0,22 Prozent auf 25.167 Punkte nach oben. Spitzenreiter waren hier die Titel von China Petroleum & Chemical ( Sinopec), die einen Anstieg von 4,28 Prozent verzeichneten.

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Die Talfahrt des Ölpreises hält an http://blog.boersennews.de/kurznachrichten-rund-um-wirtschaft-markte/die-talfahrt-des-oelpreises-haelt-an/5678.html http://blog.boersennews.de/kurznachrichten-rund-um-wirtschaft-markte/die-talfahrt-des-oelpreises-haelt-an/5678.html#comments Wed, 20 Aug 2014 11:14:07 +0000 Matthias Kahrmann http://blog.boersennews.de/?p=5678 Des Autofahrers Freud, ist des Rohstoff-Anlegers Leid: Die Preise für Rohöl sind zurzeit kontinuierlich im Fallen begriffen, und das trotz der bewaffneten Auseinandersetzungen im Irak und in der Ukraine. Was steckt dahinter?

Anzeichen für eine Entspannung im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine hatten am Dienstag dafür gesorgt, dass der Ölpreis auf den niedrigsten Stand seit Mitte 2013 gesunken war. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verbilligte sich auf unter 102 Dollar, die US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) sackte auf unter 94 Dollar ab. Am Mittwochvormittag zeigten sich die Preise wenig verändert. Die Sorte Brent lag bei 101,55 Dollar (minus ein Cent), die Sorte WTI bei 92,83 Dollar (minus drei Cent).

Das Angebot ist überraschend hoch

Als Grund für die beständig sinkenden Preise machen Experten das reichlich verfügbare Angebot am Rohölmarkt aus. Es erscheine ungeachtet der Turbulenzen, die vielerorts herrschen, besser als ursprünglich erwartet, erklärte die Internationale Energieagentur (IEA). Insbesondere auf dem nordamerikanischen Kontinent werden dank der "Fracking"-Methode steigende Förderquoten verzeichnet. Laut der US-Energiebehörde EIA sei die geförderte Menge seit 2008 um drei Millionen Fass pro Tag angestiegen. Zudem habe sich die Lage im ölreichen Libyen wieder entspannt.

Analysten mit düsterer Zukunftsvision

Die Experten der Commerzbank sehen vorerst kein Ende der preislichen Talfahrt. In einer entsprechenden Studie betonen sie die aktuellen Belastungen aus dem hohen Angebot, dem Mangel an Angebotsausfällen und der geringen Nachfrage der Raffinerien. Anleger richten nun ihren Blick in die USA. Dort werden am Mittwochnachmittag neue Daten zu den Ölreserven des Landes erwartet. Analysten gehen davon aus, dass sich die Lagerbestände um 1,75 Millionen Barrel reduziert haben.

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NASDAQ-100 erobert 4.000er Marke http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/nasdaq-100-erobert-4-000er-marke/5675.html http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/nasdaq-100-erobert-4-000er-marke/5675.html#comments Mon, 18 Aug 2014 14:56:22 +0000 Matthias Kahrmann http://blog.boersennews.de/?p=5675 Lange hat sich der Technologieindex NASDAQ-100 geziert. Doch dank Apple, Facebook, Google und Co. hat er nun endlich wieder die höchst relevante Barriere von 4.000 Punkten übersprungen. Das letzte Mal, dass er diese runde Marke hinter sich gelassen hatte, war im Jahr 2000.

Im letzten Monat war er schon fast am Ziel. Es fehlten lediglich 2,5 Zähler und die 4000er Mauer wäre gefallen. Die stürmischen Entwicklungen, die sich aus den politischen und militärischen Auseinandersetzungen im Irak und in der Ukraine ergeben hatten, verhinderten allerdings das 13-Jahres-Hoch. Vollzug konnte erst am heutigen Montag gemeldet werden, als der NASDAQ-100, der die 100 Aktien des NASDAQ Composite mit der höchsten Marktkapitalisierung außerhalb des Finanzsektors umfasst, bereits in den ersten Handelsstunden die Marke klar überflügelte. Am späten Nachmittag notierte der Index bei 4.015,93 Punkten, was ein Plus von 0,71 Prozent bedeutete.

Die anderen US-Indizes geraten ins Hintertreffen

In den vergangenen zwölf Monaten hat der NASDAQ-100 nahezu 30 Prozent zugelegt. Damit hat er nicht nur seinen großen Bruder, den NASDAQ Composite, der mehr als 3.000 Titel an der Wachstumsbörse enthält und im selben Zeitraum "nur" ein Plus von 24 Prozent schaffte, abgehängt. Auch der Dow-Jones-Index und der S&P 500 haben das Nachsehen. Ersterer verzeichnet binnen Jahresfrist einen Zuwachs von zehn Prozent, Letzterer von fast 18 Prozent.

Zahlreiche Kurstreiber

Verantwortlich für den erstaunlichen Aufstieg sind die Unternehmenstitel ganz unterschiedlicher Branchen. Aktien aus dem Halbleitersegment wie Micron Technologies oder Avago haben ihren Wert im Verlauf der letzten zwölf Monate mehr als verdoppelt. Überdurchschnittlich gut lief es auch für die Biotech-Firma Biogen Idec und den Software-Giganten Adobe Systems. Entscheidend dürfte sich indes die Performance der Index-Neulinge ausgewirkt haben. So sind etwa die Papiere von Facebook innerhalb eines Jahres um fulminante 101 Prozent nach oben geklettert. Der Elektro-Auto-Pionier Tesla Motors schoss im selben Zeitraum um 87 Prozent nach vorne, die Online-Videothek Netflix um 82 Prozent. Schafft der NASDAQ-100 einen nachhaltigen Anstieg über die 4000er Marke, ist auf jeden Fall mit weiter steigenden Kursen zu rechnen.

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Preisentwicklung: Deutsche Inflationsrate fällt auf Viereinhalbjahrestief http://blog.boersennews.de/kurznachrichten-rund-um-wirtschaft-markte/preisentwicklung-deutsche-inflationsrate-faellt-auf-viereinhalbjahrestief/5671.html http://blog.boersennews.de/kurznachrichten-rund-um-wirtschaft-markte/preisentwicklung-deutsche-inflationsrate-faellt-auf-viereinhalbjahrestief/5671.html#comments Wed, 13 Aug 2014 11:09:23 +0000 Matthias Kahrmann http://blog.boersennews.de/?p=5671 Allein bei dem Wort "Inflation" wandert bei vielen Verbrauchern ein kalter Schauer über den Rücken - doch derzeit eigentlich ohne Grund. Die Teuerungsrate in Deutschland ist mittlerweile so niedrig, wie seit viereinhalb Jahren nicht mehr.

Wie aus der allmonatlichen Bekanntgabe des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, ist die hiesige Inflationsrate im Juli auf 0,8 Prozent gesunken. Im Vormonat betrug sie noch ein Prozent. Geringer sind die Verbraucherpreise zuletzt im Februar 2010 angewachsen. Damals lag das Niveau bei 0,5 Prozent.

Ausgerechnet die Energiepreise

Hauptgrund für die niedrige allgemeine Preiszunahme sind die deutlich geringeren Kosten fürs Heizen und Tanken. Diese seien im Mittel um 1,5 Prozent zurückgegangen. Leichtes Heizöl habe sechs Prozent weniger gekostet als im entsprechenden Vorjahresmonat, Kraftstoffe 3,1 Prozent weniger. Mehr als vor einem Jahr mussten die Verbraucher hingegen für Nahrungsmittel zahlen. Die Preise hätten durchschnittlich um 0,1 Prozent angezogen. Strom verteuerte sich sogar um 1,7 Prozent, erklärten die Statistiker. Ökonomie-Experten waren zuletzt von einer jährlichen Teuerung in Höhe von 1,1 Prozent ausgegangen.

Keine Angst vor einer Deflation

Die Inflationsrate in Deutschland rangiert schon seit nahezu zwei Jahren unterhalb der EZB-Vorgaben. Die Europäische Zentralbank strebt einen Wert von knapp zwei Prozent an, dann seien die Preise stabil. Vor einem breitangelegten Preisverfall fürchten sich die deutschen Firmen aber nicht. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer teilte mit, dass er keinen Unternehmer kenne, der Angst vor einer Deflation hätte. Ohnehin gehen Marktbeobachter davon aus, dass die Teuerung im kommenden Jahr wieder deutlich anzieht. Aufgrund steigender Lohnkosten soll sie sich dem Vernehmen nach auf 1,8 Prozent erhöhen.

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Erdogan-Wahl gibt türkischer Börse kurzzeitig Auftrieb http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/erdogan-wahl-gibt-tuerkischer-boerse-kurzzeitig-auftrieb/5668.html http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/erdogan-wahl-gibt-tuerkischer-boerse-kurzzeitig-auftrieb/5668.html#comments Mon, 11 Aug 2014 15:27:34 +0000 Matthias Kahrmann http://blog.boersennews.de/?p=5668 Die Reaktion auf den Ausgang der türkischen Präsidentschaftswahl fiel an der Istanbuler Börse zunächst positiv aus. Der Leitindex sprang an, die Währung stieg. Allerdings währte der Schub nur eine kurze Zeit. Offenbar wurde die anfängliche Erleichterung von breiten Zweifeln verdrängt.

Nach dem Sieg des bisherigen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan war der ISE-100 Index (Istanbul Stock Exchange) um bis zu 1,6 Prozent nach oben geklettert. Am späten Montagnachmittag (MEZ) notierte er allerdings mit rund zwei Prozent im Minus. Die türkische Lira konnte ihre Anfangsgewinne ebenfalls nicht halten. Nachdem der US-Dollar im frühen Handel auf einen Kurs von 2,11 Lira abgerutscht war, erholte er sich im Tagesverlauf wieder und verbesserte sich insgesamt um 0,4 Prozent auf 2,15 Lira. Am Anleihemarkt rutschten die Renditen der Papiere mit zweijähriger Laufzeit von 9,21 auf 9,03 Prozent.

Analysten sehen viele Risiken

Die fallenden Kurse zeugen von den Bedenken gegenüber der Rolle Erdogans. Die Londoner Firma Capital Economics betont, dass eine Ausweitung der Befugnisse des türkischen Präsidenten zu einem "aggressiven und unvorhersehbaren politischen Umfeld" führen kann. Weniger Investitionen in das Land am Bosporus könnten die Folge sein. Beim italienischen Finanzdienstleister UniCredit rechnet man damit, dass es den Behörden schwer fallen wird, die aktuellen Wachstumsraten aufrechtzuerhalten. Die bekannte Ratingagentur Fitch drohte sogar mit einer Senkung der Bonitätsnote "BBB-".

Erdogan als Garant für wirtschaftlichen Aufschwung

Das alte und neue Staatsoberhaupt hatte die Türkei in den vergangenen Jahren durch milliardenschwere Investitionen und eine harte Sparpolitik auf Wachstumskurs getrimmt. Noch immer Probleme bereitet indes die Inflation. Sie hält sich hartnäckig über neun Prozent. Als Gegenmaßnahme hat die Notenbank wiederholt den Leitzins erhöht, aktuell auf 8,25 Prozent. Die künftigen Pläne Erdogans sehen vor allem eine Vergrößerung des Bruttoinlandsprodukts vor. Angepeilt wird mindestens eine Verdoppelung der bislang 820 Milliarden US-Dollar. Im symbolisch wichtigen Jahr 2023, dem hundertsten Geburtstag der Republik, soll die Türkei seinem Willen nach zu den zehn größten Volkswirtschaften gehören.

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Aktie im Fokus: Lanxess schiebt sich nach Zahlen an DAX-Spitze http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/aktie-im-fokus-lanxess-schiebt-sich-nach-zahlen-an-dax-spitze/5665.html http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/aktie-im-fokus-lanxess-schiebt-sich-nach-zahlen-an-dax-spitze/5665.html#comments Wed, 06 Aug 2014 10:54:42 +0000 Matthias Kahrmann http://blog.boersennews.de/?p=5665 Der Kölner Spezialchemiekonzern Lanxess treibt seine Neuausrichtung konsequent voran - mit Erfolg. Der Gewinn legte im zweiten Quartal einen kräftigen Sprung nach vorn hin. Beflügelt von dieser Nachricht kletterte die Aktie an die Spitze des DAX.

Die Papiere von Lanxess verteuerten sich am Mittwochvormittag zeitweise um 2,4 Prozent. Kein anderer DAX-Titel konnte da mithalten. Am Montag war die Aktie noch das Schlusslicht in der obersten deutschen Börsenliga. Gegen Mittwochmittag hat sich das Kursplus allerdings merklich relativiert. Zu diesem Zeitpunkt lag das Papier nur noch mit rund 0,5 Prozent bei 46,53 Euro im grünen Bereich. Seit Jahresbeginn hat die Aktie insgesamt 4,7 Prozent an Wert verloren. Für die Überprüfung des DAX durch den Arbeitskreis Indizes der Deutsche Börse AG am 3. September gilt Lanxess als Wackelkandidat.

Quartalsbilanz mit Hoffnungsschimmer

Wie aus mehreren Pressemitteilungen hervorgeht, erwirtschaftete das vor zehn Jahren durch Abspaltung aus dem Bayer-Konzern hervorgegangene Unternehmen im Zeitraum von April bis Juni rund zwei Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Basis bedeutet das einen Rückgang um 5,7 Prozent. Hintergrund sind Überkapazitäten im Kautschukgeschäft, wodurch die Preise gedrückt wurden. Positiv sieht es hingegen beim Ergebnis aus. Hier fuhr Lanxess binnen Jahresfrist ein Plus von 46 Millionen Euro ein. Nach Ansicht von Experten sei eine erhebliche Ergebnisverbesserung im Geschäft mit Lederchemikalien und Pigmenten dafür verantwortlich. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verbesserte sich der Gewinn um gut ein Fünftel auf 239 Millionen Euro.

Sanierungsprogramm läuft auf Hochtouren

Mit der Bilanz hat Lanxess die Erwartungen der Analysten teilweise übertroffen. Im Mittel hatten sie unter anderem nur mit einem Ebitda in Höhe von 234 Millionen Euro gerechnet. Trotzdem will Konzernchef Matthias Zachert nicht von seinen großen Umbauplänen abrücken. Zur Kosteneinsparung sollen bis 2015 verschiedene Geschäftsbereiche zusammengelegt und nur noch zehn der bislang 14 Einheiten beibehalten werden. Darüber hinaus beabsichtigen die Rheinländer einen weltweiten Stellenabbau in der Verwaltung. Derzeit beschäftigt der Konkurrent von Du Pont und Dow Chemical rund 17.000 Mitarbeiter.

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Sentix-Index: Börsianer rechnen mit Konjunkturabschwung in Europa http://blog.boersennews.de/kurznachrichten-rund-um-wirtschaft-markte/sentix-index-boersianer-rechnen-mit-konjunkturabschwung-in-europa/5662.html http://blog.boersennews.de/kurznachrichten-rund-um-wirtschaft-markte/sentix-index-boersianer-rechnen-mit-konjunkturabschwung-in-europa/5662.html#comments Mon, 04 Aug 2014 14:55:28 +0000 Matthias Kahrmann http://blog.boersennews.de/?p=5662 Der Streit zwischen der EU und Russland hat sich in den letzten Tagen verschärft. Der DAX ging auf Talfahrt. Und auch die Stimmung unter den professionellen Börsenanlegern hat sich markant getrübt. Viele von ihnen rechnen mit deutlichen Rückschlägen für die Konjunktur im Euroraum infolge der Ukraine-Krise.

Wie aus der jüngsten Kapitalmarktumfrage des Sentix-Institutes hervorgeht, ist die Stimmung in der Eurozone stark belastet. Der entsprechende Gesamtindex sank im August von 10,1 auf 2,7 Punkte. Es ist der tiefste Stand seit einem Jahr. Die Erwartungen des Marktes, die bei exakt neun Punkten lagen, wurden klar verfehlt. Die Zahlen basieren auf einer Umfrage unter knapp 900 Anlegern.

Negative Aussichten für Deutschland

Als Grund für den Rückgang nannte die Investmentberatung Sentix die Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland. Vor allem deshalb sei auch der deutsche Teilindex kräftig um 11,1 auf 17,9 Punkte abgerutscht. Der Wert sank so stark wie seit drei Jahren nicht mehr. Die größte Volkswirtschaft im Euroraum sei damit die erste Region, die negative Erwartungen habe, erklärte Sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner. Die Folgen der Ukraine-Krise spiegeln sich bereits in der deutschen Wirtschaft wider. Dem Münchner Ifo-Institut zufolge sei sie im zweiten Jahresviertel wohl nur stagniert und nicht mehr gewachsen. Der DAX büßte in der vergangenen Woche 4,5 Prozent an Wert ein.

USA und Asien sind stabil

In den Vereinigten Staaten trübten sich die Markterwartungen ebenfalls ein. Der Rückgang fiel allerdings weniger stark aus als in Europa. In Fernost habe es sogar eine positive Entwicklung gegeben. Laut Sentix hätten sich beide Weltregionen insgesamt stabil gezeigt. Hingegen reduzierte sich der osteuropäische Teilindex massiv. Er brach auf minus zwölf Punkte ein und befinde sich somit im "Rezessionsmodus". Die Lage in der Ukraine dürfte auch auf absehbare Zeit ein wesentlicher Faktor für die Einschätzung an den Aktienmärkten bleiben.

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