blog.börsennews.de http://blog.boersennews.de Ein weiteres tolles WordPress-Blog Thu, 17 Mar 2016 09:49:41 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.4.2 Der Kredit auf dem Weg zum Minuszins http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/der-kredit-auf-dem-weg-zum-minuszins/6076.html http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/der-kredit-auf-dem-weg-zum-minuszins/6076.html#respond Wed, 16 Mar 2016 12:08:10 +0000 http://blog.boersennews.de/?p=6076 Seit einiger Zeit ist der Leitzins in Europa auf einem beständigen Tief. Inzwischen ist es sogar dazu gekommen, dass die EZB den Zinssatz für Banken auf null abgesenkt hat. Für private Kunden bedeutet das: Geld leihen lohnt sich, Geld sparen nicht.

Unbenannt

Sparen und Anlegen lohnt kaum noch

Je nachdem, welche Bedingungen die Banken selbst bei der EZB geboten bekommen, wandeln sich auch die Konditionen für private Anleger. Schon seit längerem bekommen Verbraucher die Auswirkungen der ungewöhnlichen Lage zu spüren: Seit der Finanzkrise im Jahr 2010 fallen die Zinsen für Endkunden geradezu ins Bodenlose. So sind zum Beispiel schon seit einiger Zeit die einst lohnenswerten Renditen von Fest- und Tagesgeldkonten passé. Derzeit lässt sich mit herkömmlichen Methoden kaum noch etwas aus einer Geldanlage machen. Die in Deutschland sonst so beliebten, sicheren Sparprodukte konnten in den vergangenen Jahren in vielen Fällen nicht einmal mehr den Wertverlust durch Inflation ausgleichen. Zwar gibt es noch vereinzelt Banken, die für Tagesgeld über 1 Prozent Zinsen bieten, doch im Schnitt sind es derzeit eher um die 0,3 Prozent.

Anfang März setzte die Europäische Zentralbank nun den Leitzins von ohnehin schon niedrigen 0,05 Prozent auf 0,0 Prozent herab. Banken können sich nun also zinsfrei Geld bei der EZB leihen. Der Zins für Einlagen hingegen wuchs von - 0,3 auf - 0,4 Prozent, sodass Banken für ihre Guthaben nun noch mehr Strafzinsen bezahlen als zuvor. Welche Folgen hat das nun für Verbraucher? Die gängigen Sparprodukte werden aller Wahrscheinlichkeit nach weiterhin auf ihrem niedrigen Niveau bleiben.

Schon jetzt gibt es außerdem immer weniger Banken, die ein kostenloses Girokonto anbieten können. In der Schweiz gibt es darüber hinaus bereits die erste Bank, die negative Zinsen auf einfache Girokonten anwendet ? sprich der Kunde bezahlt zusätzlich zu seinen Kontoführungsgebühren dafür, dass sein Geld auf dem Konto liegt. Damit werden die negativen Zinsen weitergeleitet, die schweizerische Banken ihrerseits für Einlagen bezahlen. Noch droht privaten Sparern dieser Schritt nicht, doch ausgeschlossen ist die Entwicklung keineswegs: Einige Großkunden in Deutschland waren bereits betroffen.

Geld leihen wird günstiger

Die andere, erfreulichere Seite der Medaille ist, dass das Leihen von Geld günstiger wird. Schon jetzt profitieren Verbraucher von den ungewöhnlich tiefen Preisen: Wo man noch vor einigen Jahren 4 oder 5 Prozent Zinsen für einen Ratenkredit bezahlen musste, sind es heute oft sogar unter einem Prozent. Im geschäftlichen Bereich führte die Geldpolitik der EZB zu noch erstaunlicheren Entwicklungen. Hier kam es tatsächlich schon vor, dass Kredite mit negativen Zinsen vergeben wurden. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass die Schuldner fürs Geldleihen bezahlt wurden.

Für private Kunden wird es solche Angebote aber wohl nicht geben, wenn es nach den Banken geht. Die Strategie der EZB jedenfalls sieht vor, dass die niedrigen Kreditzinsen Unternehmen zu neuen Investitionen ermutigen sollen, was auf lange Sicht die Wirtschaft ankurbeln und einen Ausweg aus der Finanzkrise schaffen könnte. Dennoch werden sich Konsumkredite für Verbraucher weiterhin auf einem günstigen Niveau bewegen ? Banken bezahlen derzeit immerhin keinen Cent dafür, sich bei der EZB zu refinanzieren. Auch Baukredite bleiben vorerst stabil und könnten in der nächsten Zeit noch günstiger werden.

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Foto: janeb13@pixabay.de

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Activision Blizzard: 5,9 Milliarden für die Candy-Crush-Macher http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/activision-blizzard-59-milliarden-fuer-die-candy-crush-macher/6079.html http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/activision-blizzard-59-milliarden-fuer-die-candy-crush-macher/6079.html#respond Wed, 16 Mar 2016 11:08:10 +0000 http://blog.boersennews.de/?p=6079 Infografik Mobile Games

Activision Blizzard ist der größte Spiele-Konzern der Welt und seit kurzem kann er auch das erfolgreichste Facebook-Browsergame in seinem Portfolio führen: Mit der Übernahme der britischen Spiele-Entwickler von King Entertainment geht auch die allseits beliebte Candy Crush Saga in die Hände des Gaming-Riesen. 5,9 Milliarden Dollar ließ man sich den Deal kosten - doch die Zusammenarbeit könnte für beide Fusionspartner sehr fruchtbar sein. Mit 500 Millionen Nutzern hat man jetzt auch das größte Spielernetzwerk weltweit vorzuweisen.

Das Geschäft mit Smartphones boomt: 1,31 Milliarden Nutzer waren es noch 2013, bis 2019 wird sich diese Zahl Prognosen zufolge mehr als verdoppelt haben. Damit einher geht der Erfolg von Handy- und Tabletspielen, für die es mittlerweile einen riesigen Markt gibt. 25 Milliarden US-Dollar Umsatz weltweit machten die Spielehersteller 2014 mit mobilen Spielen. 2017 sollen es dann schon 40,8 Milliarden Dollar sein, wovon 15 Milliarden auf Tablet-Spiele und 25,8 Milliarde auf Smartphone-Spiele entfallen sollen.

Eines der beliebtesten Spiele für unterwegs ist die "Candy Crush Saga". Das Spiel wurde 2012 von der britischen Firma King Digital Entertainment entwickelt und war zunächst nur als Facebook-Browsergame spielbar, wurde dann aber auch als App herausgegeben. Candy Crush Saga war bei einer AppStats-Erhebung im April 2015 das mit Abstand erfolgreichste Facebook-Browsergame mit 150 Millionen aktiven Nutzern pro Monat, dahinter kamen Candy Crush Soda Saga mit 39 Millionen und Farm Heroes Saga mit 35 Millionen Nutzern. Diese drei Titel gehören alle zur Londoner Firma King Digital Entertainment - der mit 25 Millionen Nutzern ebenfalls erfolgreiche Titel Clash of Clans kann mit der King-Familie nicht auch nur ansatzweise mithalten.

Das beliebteste unter den Facebook-Browsergames: Die Candy Crush Saga

Ganz oben: Candy Crush Saga ist das beliebteste Facebook-Browsergame. Bild: dolphfyn - 159856487/Shutterstock.com

Das ist auch der Unternehmensführung bei Spiele-Gigant Activision Blizzard aufgefallen: Die Kalifornier haben sich die Übernahme von King Digital Entertainment 5,9 Milliarden Dollar kosten lassen. Schon im Herbst hatte Activision Blizzard angekündigt, den Spielehersteller kaufen zu wollen, jetzt ist der Deal abgeschlossen. Activison-CEO Bobby Kotick freut sich: Man habe mit über einer halben Milliarde Kunden nun das "weltweit größte Spielenetzwerk". Dem Publikum will Kotick "großartige neue Möglichkeiten bieten, ihre Lieblingsmarken (?) auf Mobilgeräten, Konsolen und PCs zu erleben". Präziser wurde er in seiner Stellungnahme noch nicht, doch darf man auf die Zusammenarbeit mit Sicherheit gespannt sein.

King Entertainments CEO Riccardo Zacconi gab zu Protokoll: "Wir freuen uns sehr, nun ein Teil von Activision Blizzard zu sein, und können es gar nicht erwarten, mit der Zusammenarbeit zu beginnen." Des weiteren bedankte sich Zacconi bei seinen Mitarbeitern "für all die harte Arbeit seit der Unternehmensgründung vor 13 Jahren." Der Zukunft sehe man nun mit Freude entgegen und wolle auch weiterhin spannende Spiele entwickeln und neue Wege erkunden. Das Unternehmen hat etwa 1500 Mitarbeiter und macht einen Umsatz von knapp 2 Milliarden Dollar (2013).

Für Activision Blizzard ist es bei weitem kein kleiner Fisch, der da geschluckt wird. Der Kaufpreis ist fast so hoch wie der für 2016 prognostizierte Konzernumsatz von 6,25 Milliarden Dollar - bei einem Vorsteuergewinn von über 2 Milliarden Dollar. Activision Blizzard entstand 2008 durch die Fusion des Activision-Konzerns mit der Spielesparte des Medienunternehmens Vivendi. Vivendi Games wurde in den Konzern mit eingegliedert, im Gegenzug erhielt Vivendi 52 Prozent der Anteile am neu entstandenen Unternehmen Activision Blizzard. Der Name setzte sich zusammen aus dem bereits bestehenden Activision und dem zum Konzern gehörenden weltberühmten Blizzard Studio in Irvine, Kalifornien. Die Blizzard-Entwickler haben das erfolgreichste Computerspiel aller Zeiten, World of Warcraft, zu verantworten. Um dem neuen Unternehmen zu mehr Glanz zu verhelfen, entschloss man sich, "Blizzard" mit in die Unternehmensbezeichnung aufzunehmen.

Im Juli 2013 wurde bekannt, dass das hoch verschuldete französische Medienunternehmen Vivendi seine Anteile an Activision Blizzard von mittlerweile 61 Prozent auf 12 Prozent senken würde. Eine Investorengruppe um Konzernchef Kotick und seinen Stellvertreter Brian Kelly sowie Activision Blizzard selbst zahlten 6,2 Milliarden Dollar für die Anteile. Alleine im vierten Quartal 2015 machte man 140 Millionen Euro Gewinn.

Der Sitz von Activision Blizzard befindet sich in Santa Monica in Kalifornien und hat 6800 Mitarbeiter. Am Umsatz gemessen ist der Konzern Weltmarktführer bei Computer- und Videospielen. Im Portfolio von Activision Blizzard befinden sich die weltbekannten Titel World of Warcraft (weltweit erfolgreichste PC-Spiele-Marle), Diablo oder Call of Duty (weltweit erfolgreichste Konsolenspiele-Marke).

Call of Duty: Die erfolgreichste Konsolenspiel-Serie der Welt gehört auch zu Activision Blizzard

Auch die Call of Duty-Reihe gehört zu Activision Blizzard. Bild: Lauren Elisabeth - 289992632/Shutterstock.com

Nun also darf Activision Blizzard mit Candy Crush auch das derzeit erfolgreichste Browsergame sein eigen nennen. Die Online-Spiele, die auf Interaktion mehrerer Nutzer sowie dauerhaftes Echtzeit-Spielen setzen, werden immer beliebter. So mancher Arbeitnehmer hat da seine Pflichten schon vernachlässigt, um seine Online-Spiele zu pflegen. FarmVille war das erste große Spiel dieser Sorte, das bei den Nutzern Suchtpotenzial entfachte. Nach seiner Veröffentlichung im Juli 2009 waren es Ende Februar 2010 nach Zahlen von AppData bereits 80 Millionen aktive Spieler - damit war FarmVille das bis dato erfolgreichste Facebook-Browsergame. Plötzlich drehte sich die Welt vieler Facebook-Nutzer nur noch darum, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen - im wahrsten Sinne des Wortes. Doch der Reiz von FarmVille ließ schnell nach, im August 2011 waren es schon nur noch 34 Millionen Nutzer.

Candy Crush Saga ist in FarmVilles Fußstapfen getreten und mittlerweile die unangefochtene Nummer eins bei Facebook-Spielen und auch als App extrem beliebt - im Google Play Store wurde die App schon über 100 Millionen Mal heruntergeladen. Bei dem Spiel müssen verschiedene Level bewältigt werden, die die Spieler in einer bestimmten Anzahl von Zügen oder einer vorgegebenen Zeit lösen müssen. Aus Süßigkeiten müssen Reihen gebildet werden, mindestens drei von der gleichen Sorte braucht man, um Punkte zu kriegen. Je länger die Reihe, desto besser, Kettenreaktionen geben Extra-Punkte. Das Spielprinzip ist denkbar einfach, doch hat Millionen Spieler rund um den Globus in seinen Bann gezogen. Eine Weiterentwicklung des Spiels ist die Candy Crush Soda Saga.

Der Download ist kostenlos, doch im Spiel muss man fast zahlen, um weiterzukommen

Suchtpotenzial: Candy Crush Saga ist bei vielen Smartphone-Nutzern beliebt

Finanzieren tut sich die App über In-App-Käufe: Der Download ist kostenlos, doch im Spiel kann man überall mit ein wenig Kleingeld nachhelfen. Mehr Züge, mehr Zeit oder schneller wieder neue Leben - alles kann man haben, wenn man bereit ist zu zahlen. Wer nicht bereit ist, Geld auszugeben, dem kann es passieren, dass er tage- oder wochenlang in ein und demselben Level festsitzt und ungeduldig warten muss, bis sich die Leben wieder aufladen. Dieses clevere Prinzip bringt King Entertainment Milliarden ein - in Zukunft wird sich Activision Blizzard ein großes Stück von diesem Kuchen abschneiden.

Einige interessante Statistiken zum Thema

Prognose Anzahl Smartphone-Nutzer weltweit

Statistik: Die Nutzerbasis von Smartphones wächst stetig. Im Vergleich zu 2012 wird sich diese bis zum Jahr 2019 mehr als verdoppeln.

Weltweite Umsätze von mobilen Spielen

Statistik: Sowohl die Umsätze für Spiele auf Smartphones, als auch für Tablets werden bis 2017 deutlich anziehen.

Verteilung des weltweiten Gesamtumsatzes mit Apps

Statistik: Multimedia und Entertainment wird scheinbar immer wichtiger. Zumindest, wenn man den Umsätzen glaubt.

Beliebteste Browsergames

Statistik: Candy Crush Sage gehört zu den beliebtesten Browsergames. Das ist auch der offensiven Werbekampagne geschuldet.

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Lizenzvergabe für Sportwettenanbieter vorerst gestoppt, das Wachstum der Bet-at-Home AG jedoch nicht http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/lizenzvergabe-fuer-sportwettenanbieter-vorerst-gestoppt-das-wachstum-der-bet-at-home-ag-jedoch-nicht/6061.html http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/lizenzvergabe-fuer-sportwettenanbieter-vorerst-gestoppt-das-wachstum-der-bet-at-home-ag-jedoch-nicht/6061.html#respond Thu, 12 Nov 2015 08:29:43 +0000 http://blog.boersennews.de/?p=6061 Bild: In Deutschland herrscht noch immer keine Rechtsklarheit in Bezug auf Sportwetten und Online-Casinos. Bildquelle: ID 53180053 © Andrey Popov | Dreamstime.com - Gambling legal concept

Bild: In Deutschland herrscht noch immer keine Rechtsklarheit in Bezug auf Sportwetten und Online-Casinos.
Bildquelle: ID 53180053 © Andrey Popov | Dreamstime.com - Gambling legal concept

Sportwetten werden in Deutschland wohl noch einige Jahre eine juristische und politische Grauzone bilden. Der Versuch der Vergabe von 20 Lizenzen durch das Bundesland Hessen ist gescheitert. Branchengrößen wie Tipico hatten gegen das Vergabeverfahren geklagt, weil sie nicht zu den zwanzig Begünstigten gehörten. In einem Akt der Verzweiflung wollte Hessen gerichtlich gegen die Klageflut vorgehen und reichte beim Verwaltungsgerichtshof in Kassel eine Beschwerde dagegen ein. Die Hoffnung, auf klare Worte von den Richtern in Kassel löste sich jedoch in Luft auf. Das Regierungskonzept für eine Teilprivatisierung des Sportwettenmarktes ist gescheitert, denn die Richter befanden das Vergabeverfahren als "fehlerhaft und intransparent". Damit gerät der Glücksspielstaatsvertrag nur noch zur Makulatur. Vorerst bleibt alles, wie es ist. Die privaten Sportwettenanbieter profitieren von diesem Schwebezustand. Vor Ende der Experimentierphase im Jahre 2019 wird sich rechtlich gesehen kaum etwas ändern. Die Anbieter werden nach wie vor mit der vom Bundesland Schleswig-Holstein ausgestellten Lizenz auf dem deutschen Markt agieren und von der Regierung geduldet werden.

 

Marktregulierung in weiter Ferne?

Es ist verwunderlich, dass sich deutsche Politiker mit einer vernünftigen Marktregulierung so schwer tun. Der SPD-Politiker Jürgen Häfner, seit Februar 2014 Geschäftsführer der Lotto Rheinland-Pfalz GmbH, möchte weiter am Vergabeverfahren durch das Land Hessen festhalten, weil die Urteilsbegründung des VGH "nicht gleichbedeutend mit der Beendigung des Vergabeverfahrens sei." Für ihn komme es nun darauf an, durch "die zuständigen Behörden prüfen zu lassen, wie die vom Verwaltungsgerichtshof Kassel gerügten Punkte geheilt und das Verfahren weitergeführt und beendet werden kann." Darüber hat Heinz-Georg Sundermann laut wormser-zeitung.de schon klare Vorstellungen. Der Geschäftsführer der Lotterie-Treuhandgesellschaft mbH Hessen hat erkannt, dass der Schwarzmarkt nur in den Griff zu bekommen sei, "wenn wir endlich eine kontrollierte Öffnung des Sportwettenmarktes zulassen. Jeder Anbieter, der die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt, soll anbieten dürfen. Alles andere geht an der Lebenswirklichkeit vorbei". Das wäre für alle Beteiligten sicher die vernünftigste Lösung. Allerdings sind die Privatanbieter mit dem Ist-Zustand nicht unzufrieden und haben nur wenig Interesse an noch strengere Auflagen. Jeder weitere Schritt zur Legalisierung könnte zudem mit weiteren Abgaben verbunden sein.

Der Sportwettenanbieter bet-at-home.com kann den zukünftigen Geschehnissen entlassen entgegensehen. Erstklassige Zahlen im Geschäftsbericht für das erste Halbjahr 2015 und diverse Lizenzen verschaffen dem Unternehmen Planungssicherheit für mindestens vier Jahre. Der Umfang an Lizenzen ist inzwischen beträchtlich:

 

Land Lizenz für ausgestellt durch Jahr
Malta Sportwetten, Casino und Poker Malta Gaming Authority 2004
Italien Casino- und Pokerspiele AAMS (italienische Glücksspielbehörde) 2011
Deutschland Sportwetten und Casinospiele Innenministerium von Schleswig-Holstein 2012
Großbritannien Online-Sportwetten und Online-Casinospielen British Gambling Commission 2014
Irland Sportwetten Office of the Revenue Commissioners 2015

 

Bet-at-Home.com AG wächst derweil weiter

Auch in der Liste der zwanzig Unternehmen, die von der zuständigen hessischen Behörde eine bundesweite Lizenz für das Betreiben von stationären Wettbüros sowie das Anbieten von Sportwetten im Internet erhalten sollten, war die Bet-at-home.com AG vertreten. Somit konnte sich das Unternehmen ganz auf das Kerngeschäft konzentrieren und musste nicht an Nebenschauplätzen um die Marktstellung kämpfen. Das erste Halbjahr 2015 war für den Konzern rein finanziell gesehen ein wirtschaftlicher Erfolg. Hier einige Zahlen im Überblick:

- Bruttoertrag aus allen Spielangeboten lag bei 56,7 Mio. EUR und damit um 6,9 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres.

- EBITDA wurde um 80,9 Prozent auf 16,0 Mio. Euro gesteigert.

- EBITDA um 7,2 Prozent höher als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

- aktuelle Kundenzahl: mehr als 4,1 Millionen

Zugute kam dem Konzern dabei natürlich die allgemein gute Performance des globalen Online-Glücksspielmarktes. Dieser verzeichnete in der Dekade von 2004 bis 2014 einen Umsatzanstieg von 10,1 Milliarden US Dollar auf 39,5 Milliarden US Dollar. Die Branche rechnet auch weiterhin mit einem starken Wachstum von 10,6 Prozent jährlich bis 2018. H2 Gambling Capital, ein auf die Beratung von Online-Glücksspiel-Unternehmen und auf das Erfassen und Auswerten von Markt-Statistiken spezialisiertes Unternehmen, beziffert auf pokerolymp.com die Gewinnaussicht aller Unternehmen der Branche für 2015 mit 28 Milliarden Euro. Die Bet-at-home.com AG profitiert in zunehmendem Maße von diesem Trend, insbesondere aufgrund der folgenden Tatsachen:

- starke Markenpräsenz durch umfangreiche Marketingmaßnahmen

- allgemeine Bereitschaft zum Konsum im Internet wächst stetig

- genaue Beobachtung des Marktes und Beantragung entsprechender Lizenzen für Länder, die den Markt liberalisieren

- dadurch Schaffung von mehr Rechtssicherheit für sich und die Kunden

 

Neuer Webseitenauftritt für mehr Bedienerfreundlichkeit

Im August 2013 ging die vollständig überarbeite Webseite online. Der zweite Relaunch des Angebots auf www.bet-at-home.com in der Unternehmensgeschichte sollte für mehr Benutzerfreundlichkeit sorgen und potenzielle Kunden länger auf der Webseite halten. Noch im gleichen Jahr konnten Kunden erstmals auch mit mobilen Endgeräten Wetten platzieren. Die Anpassung der Kundenbedürfnisse ist ein wichtiger Aspekt der Marketingstrategie. Die Mobilversion trug erheblich dazu bei, dass die Umsätze in die Höhe schnellten, da Kunden nun von jedem Ort aus auf das Angebot zugreifen konnten. Laut Sportwettentest.net schnitt der Sportwettenanbieter Bet-at-home im Bereich "Website Bedienung" mit sehr gut ab. Auch die Ladezeiten erhielten das Prädikat "sehr gut".

 

Beeindruckende Entwicklung des Aktienkurses

Die Entwicklung des Aktienkurses der Bet-at-Home AG kann durchaus als Jahresrallye bezeichnet werden. Der Schlusskurs lag noch am 2. Januar 2015 bei 57,30 Euro und kletterte bis zum 9. November, 13:00 Uhr bis auf 95,00 Euro. Das entspricht einer Steigerung von knapp 66 Prozent. Schon von 2013 auf 2014 durften sich Anleger über eine Erhöhung der Dividende von 0,80 auf 1,20 je Aktie freuen. Für 2015 dürfte aufgrund der kontinuierlichen, dividendenorientierten Ausschüttungspolitik des Konzerns ein weiterer Anstieg zu erwarten sein. Das Unternehmen beabsichtigt Bet-at-home als Marke weiter international kostengünstig mit innovativen Marketingstrategien auszubauen. In den Ländern, in denen eine weitere Liberalisierung der Glücksspielbranche stattfindet, sollen auch die Marktanteile weiter erhöht werden. Für das Geschäftsjahr 2015 wird im Vergleich zum Vorjahr ein leicht erhöhter Bruttoumsatz von circa 2,5 Milliarden Euro anvisiert. Aufgrund steuerlicher Abgaben, die seit 2015 abzuführen sind, wird sich das EBITDA mit etwa 25 Millionen Euro im Rahmen des Vorjahres bewegen. Das erhöhte Interesse der Anleger zeigte sich unter anderem auch in der Nachfrage der Aktie. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der bet-at-home.com Aktie konnte von 2.484 Stück Aktien im Jahr 2014 auf mehr als 3.000 Aktien im Jahr 2015 gesteigert werden.

Kursquelle: boersennews.de

Kursquelle: boersennews.de

 

Fazit

Unter den großen Wettanbietern auf dem deutschen Markt nimmt die Bet-at-home.com AG eine führende Rolle ein. Kurzfristig ist aufgrund der unveränderten Rechtslage und der Marketingaktionen des Unternehmens mit einem Anstieg der Kundenzahlen und Umsätze zu rechnen. Die Füller der Lizenzen erlauben es dem Konzern, seine Geschäftstätigkeiten weiter auszuweiten. Der Sensibilität der Branche begegnet Bet-at-home.com mit einem verstärkten Kundenservice, der das Angebot transparent macht und bei Kunden verstärkt den Eindruck der Seriosität hinterlässt. Das umfangreiche Produktportfolio wird ständig erweitert und an die Kundenbedürfnisse und neue Trends angepasst. Beispielsweise wurde im laufenden Geschäftsjahr das Angebot um die Sparte "Virtual Sports" erweitert. Der Konzern trug damit der Tatsache Rechnung, dass rein virtuelle Simulationen unterschiedlicher Sportarten immer beliebter werden. Wichtige Eckpunkte des Erfolgs sind dabei hochwertige 3D-Videos sowie authentische Stärkeverhältnisse der Teilnehmer, für die ein Zufallsgenerator sorgt.

Auch die Quantität der Angebote wird ständig weiter erhöht. Während im Sportwettenbereich im ersten Halbjahr 2015 über 173.000 Events in mehr als 75 Sportarten das Wettangebot ausmachten, konnten Kunden im Bereich Livewetten in den ersten sechs Monaten 2015 bei über 33.500 Live-Events mit nur einem einzigen Klick virtuell Wetten platzieren. Casinobonusaktionen führten zudem auch in diesem Bereich zu steigenden Umsätzen. All diese Tatsachen in Betracht ziehend, dürften sich für Anleger in der Zukunft gute Renditechancen ergeben. Die Bet-at-home.com AG wächst weiter profitabel. Analysten sehen noch weiter Potenzial und schätzen ein Kursziel von 100 Euro als durchaus realistisch ein.

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Internet der Dinge: Mit diesen Aktien profitieren Sie http://blog.boersennews.de/borsenempfehlung/internet-der-dinge-mit-diesen-aktien-profitieren-sie/6057.html http://blog.boersennews.de/borsenempfehlung/internet-der-dinge-mit-diesen-aktien-profitieren-sie/6057.html#respond Wed, 08 Jul 2015 07:10:25 +0000 http://blog.boersennews.de/?p=6057 Es ist der neue Megatrend im Technologiebereich: Das Internet der Dinge (kurz: IoT) beschreibt die Vernetzung verschiedenster Geräte und Fahrzeuge. Vom Thermostat über das Smartphone und den Kühlschrank bis hin zum Fernseher und das Auto - alles wird miteinander vernetzt. Welche Aktien im Kielwasser dieser Entwicklung mächtig Auftrieb bekommen könnten, verrät börsennews.de.

Auf deutscher Seite sind es die Papiere des Münchner Cloud-Spezialisten Cancom aus dem TecDAX, die zum einem echten Geheimtipp avancieren. Das Unternehmen steht mittelständischen Firmen beratend zur Seite und hilft ihnen im Geschäft mit der "Datenwolke". Empfehlenswert sind auch die Titel von Dialog Semiconductor, einem Halbleiterkonzern, der zum Beispiel den Hightech-Giganten Apple beliefert.

Internationale Hingucker

In globaler Hinsicht spielt freilich Google eine maßgebliche Rolle. Man denke nur an das neue Betriebssystem "Brillo", das dem Smart Home und dem Internet der Dinge dienlich sein soll. Das Gleiche gilt für den Netzwerk-Riesen Cisco Systems. Dieser hat kürzlich eine eigene IoT-Plattform präsentiert, welche für eine verbesserte Videoüberwachung, eine Effektivierung von Unternehmensabläufen und -prozessen sowie die Steuerung von Netzwerksystem über das Internet sorgen soll.

Ein echter Hingucker sind die Aktien des niederländischen Chipherstellers NXP, der auch in Hamburg über einen Standort verfügt. Zum Repertoire gehören Mikrochips, die in selbstfahrenden Autos zum Einsatz kommen. In Praktisch allen Smartphones sind die Pendants des britischen Wettbewerbers ARM zu finden, während der US-Konzern Qualcomm vor allem Chips für smarte Armbänder und intelligente Kleidungsstücke produziert. Schließlich seien noch die Papiere von Gemalto, einer Aktiengesellschaft aus den Niederlanden, die zu den führenden Vertretern bei der "E-Sicherheit" gehört, erwähnt.

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Aktie im Fokus: Daimler ist nicht zu bremsen http://blog.boersennews.de/borsenempfehlung/aktie-im-fokus-daimler-ist-nicht-zu-bremsen/6054.html http://blog.boersennews.de/borsenempfehlung/aktie-im-fokus-daimler-ist-nicht-zu-bremsen/6054.html#respond Mon, 06 Jul 2015 14:01:29 +0000 http://blog.boersennews.de/?p=6054 Der Stuttgarter Autobauer Daimler fährt weiter auf der Überholspur und konnte seinen Absatz im Juni abermals auf ein Rekordniveau steigern. Dagegen sieht die Konkurrenz im Premiumbereich alt aus. Der Aktie des DAX-Konzerns hilft es zwar zunächst einmal nicht. Experten halten sie dennoch für einen Kauf.

Wie aus einer am Montag veröffentlichen Pressemitteilung hervorgeht, setzte Daimler im vergangenen Monat weltweit 180.945 Autos der Marken Mercedes-Benz und Smart ab. Im Vergleich zum März entspricht das einer Verbesserung um starke 21,1 Prozent. Dabei entfielen allein auf die Kernmarke Mercedes-Benz 169.616 Fahrzeuge - ein Anstieg um 19,3 Prozent gegenüber dem Vormonat, in dem das Absatzplus bereits bei knapp 13 Prozent lag.

Geländewagen und C-Klasse als Treiber

Offenbar trifft Daimler mit seiner Modelloffensive den Nerv der Zeit. Die Autos der Schwaben exponieren sich als echte Hingucker und verdrängen die Wagen von Audi und BMW in die zweite Reihe. Besonders gefragt waren im Juni sportliche Geländewagen und die C-Klasse. Ihre Verkäufe sorgten sowohl in China als auch in Europa für ein beachtliches Absatzwachstum (plus 38,5 Prozent respektive plus 14 Prozent für Mercedes-Benz). Im gesamten ersten Halbjahr brachte das Unternehmen mit dem Stern 960.589 verkaufte Fahrzeuge unter die Leute (plus 15,7 Prozent).

Kaufempfehlung

Experten schätzen die Aktie von Daimler, die am Montagnachmittag mit rund einem Prozentpunkt auf 81,96 Euro im Minus lag, mittel- und langfristig als positiv ein. Gerade im Hinblick auf die Griechenlandkrise sei der DAX-Titel ein absoluter Kauf. Als nächstes Etappenziel wird vielfach die Grenze von 90 Euro gesehen. Die französische Investmentbank Exane BNP Paribas hält sogar 98 Euro für denkbar, belässt seine aktuelle Empfehlung allerdings auf "Neutral".

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Börse China: Regierungsintervention und Kursturbulenzen http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/boerse-china-regierungsintervention-und-kursturbulenzen/6050.html http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/boerse-china-regierungsintervention-und-kursturbulenzen/6050.html#respond Mon, 06 Jul 2015 13:13:44 +0000 http://blog.boersennews.de/?p=6050 An den Aktienmärkten in China ging es zuletzt drunter und drüber. Der Leitindex in Shanghai büßte massiv an Wert ein. Die Regierung sah sich deshalb zu energischen Schritten gezwungen, konnte aber wohl nur für eine kurze Stabilisierung sorgen. Die Reaktionen zu Wochenbeginn waren gemischt.

Chinas Börsen sind in den vergangenen drei Wochen enorm in den Keller gerutscht. Das Minus beläuft sich auf gravierende rund 30 Prozent. Der Wertverlust beträgt umgerechnet 350 bis 400 Milliarden Euro, heißt es in Medienkreisen. Am Wochenende hat die Regierung in Peking mithin stark interveniert, um dem freien Fall entgegenzuwirken. Es war angeblich der stärkste Eingriff seit der weltweiten Finanzkrise von 2008.

Nur ein Strohfeuer?

Zunächst haben die Maßnahmen aus der Politik durchaus gefruchtet. Der Shanghai Composite Index kletterte am Montagvormittag um bis zu sieben Prozent nach oben, doch kehrte sich der Verlauf anschließend um und er fiel zwischenzeitlich sogar in den roten Bereich. Zum Handelsschluss hat sich der Leitindex wieder aufgerappelt und noch ein Plus von 2,41 Prozent auf 3775,91 Punkte erzielt. Der Shenzhen Component Index verschlechterte sich indes um 1,39 Prozent auf 12.075,77 Zähler und der ChiNext Index verlor sogar 4,28 Prozent auf 2.493,83 Einheiten. Waren die Schritte der Regierung zur Stütze des Aktienmarktes nur ein Strohfeuer? Die nächsten Börsentage werden es zeigen.

Erstmal keine neuen Börsengänge

Die kommunistische Führung in China hat die Liquidität erheblich ausgeweitet sowie Wertpapierhändler und Investmentfonds zu längerfristigen Aktienkäufen aufgerufen. Diese versprachen denn auch, umgerechnet mindestens 17,5 Milliarden Euro zu investieren. Dabei will ihnen die Zentralbank kräftig unter die Arme greifen. Zugleich wurden neue Börsengänge vorerst ausgesetzt, was bislang zum Stopp von 28 laufenden Verfahren an den Handelsplätzen Shanghai und Shenzen führte. Damit will die Regierung die Anlegergelder in den bestehenden Aktien halten und deren weiteren Kurseinbruch verhindern.

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Börsenempfehlung: Kennen Sie schon diesen Aktienhit? http://blog.boersennews.de/borsenempfehlung/boersenempfehlung-kennen-sie-schon-diesen-aktienhit/6044.html http://blog.boersennews.de/borsenempfehlung/boersenempfehlung-kennen-sie-schon-diesen-aktienhit/6044.html#respond Tue, 30 Jun 2015 08:30:12 +0000 http://blog.boersennews.de/?p=6044 Sie ist eine dieser Aktien, die einen rasanten Anstieg an der Börse hingelegt haben. Gemeint ist das Papier von Ambarella, einem kleinen Halbleiterunternehmen aus Santa Clara in Kalifornien, das für seine Hochgeschwindigkeits-Chips berühmt ist. Zuletzt ist die aufsehenerregende Aktie aber ein wenig ins Trudeln geraten. Wird das anhalten?

Erst im Jahr 2012 den Sprung an die Wall Street gewagt, erlebte Ambarella einen fulminanten Höhenflug. Die Erstnotiz an der NASDAQ in Höhe von sechs US- Dollar je Aktie wurde schnell überwunden und schon zur Jahreswende 2013/14 betrug der Wert mehr als 25 US-Dollar. Nachfolgend schaffte es der Tech-Titel in der Spitze bis auf 128 US-Dollar. Allein im laufenden Jahr hat sich der Kurs um über 110 Prozent verbessert.

In den letzten Tagen war allerdings ein deutlicher Abwärtstrend zu spüren, der die Aktie aktuell nahe die 100-US-Dollar-Marke abrutschen ließ. Hintergrund sei Analysten zufolge der steile Anstieg seit dem IPO. Sollte sich die allgemeine Marktlage wieder aufhellen, halten sie aber einen neuerlichen Höhenflug von Ambarella für denkbar.

Starke Geschäftsentwicklung

In den drei Monaten von Februar bis April erhöhte Ambarella seine Einnahmen um 73,5 Prozent auf 40,9 Millionen US-Dollar. Unter dem Strich fiel ein Gewinn von 18,9 Millionen US-Dollar an, was auf vergleichbarer Basis mehr als eine Verdreifachung bedeutet. Beachtlich ist überdies die Bruttomarge, die mit fast 65 Prozent beziffert wird.

Ambarella produziert Hochgeschwindigkeits-Chips, die unter anderem in Drohnen und Smartphones Verwendung finden. Bedeutendster Partner ist der Action-Kamerahersteller GoPro, der seit 2014 an der Börse notiert ist. Dessen Helmkameras, ausgestattet mit den Chips von Ambarella, haben sich zu einem echten Megaseller im Sportbereich entwickelt.

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Abspaltung steht fest: Wann Ebay Paypal an die Börse bringt http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/abspaltung-steht-fest-wann-ebay-paypal-an-die-boerse-bringt/6037.html http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/abspaltung-steht-fest-wann-ebay-paypal-an-die-boerse-bringt/6037.html#respond Mon, 29 Jun 2015 14:58:07 +0000 http://blog.boersennews.de/?p=6037 Nicht mehr lange und für die renommierte Handelsplattform Ebay beginnt eine neue Zeitrechnung - dann nämlich, wenn sie sich endgültig von ihrer Bezahltochter Paypal löst. Diese wird ein eigenständiges Unternehmen und geht an die Börse. Kann sich Ebay nach der Abspaltung neu erfinden?

Wie aus einer am Montag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, wird die Trennung zwischen Ebay und Paypal am 17. Juli vollzogen. Drei Tage später erfolgt der IPO des Online-Bezahldienstes. Dann ist erstmals ein Handel der Paypal-Aktien unter dem Ticker "PYPL" an der New Yorker Börse Nasdaq möglich.

Rückkehr aufs Parkett

Paypal ist seit 2002 Teil des Ebay-Konzerns und wurde damals für 1,5 Milliarden US- Dollar übernommen. Seine Abspaltung steht seit September 2014 fest, nachdem Investoren wie Carl Icahn massiv darauf gedrängt hatten. Mit dem Gang an die Börse feiert die im kalifornischen San José beheimatete Gesellschaft ihr Comeback im Aktienhandel. Denn sie war bereits kurze Zeit vor der Übernahme durch Ebay an der Börse notiert. Im Rahmen der neuerlichen Erstemission erhält jeder Ebay-Anteilseigner pro eigener Aktie eine Paypal-Aktie. Darüber hinaus soll es ungefähr ab dem 6. Juli Papiere von Ebay geben, die nicht aufgeteilt werden. Sie sollen parallel zu den "regulären" Ebay-Titeln existieren und unter dem Kürzel "Ebay.wi" getradet werden.

Verlust des Wachstumsmotors

Ebay will sich nach der Trennung auf sein Kerngeschäft fokussieren. Die Frage ist allerdings, ob es das Online-Kaufhaus schafft, nicht nur in der Gewinnspur, sondern überhaupt auf Wachstumskurs zu bleiben. Schließlich avancierte Paypal seit 2002 zum wichtigsten Erlösbringer. Im ersten Jahresviertel 2015 verzeichnete der Service ein Umsatzplus von 14 Prozent auf 2,1 Milliarden US-Dollar. Dieses sorgte wiederum wesentlich dafür, dass Ebay um vier Prozent wuchs, obwohl sich die Einnahmen der Handelsplattform-Sparte zeitgleich um vier Prozent auf 2,07 Milliarden US-Dollar verringerten.

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Börse Tokio: Griechenlandkrise hält Nikkei massiv unter Druck http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/boerse-tokio-griechenlandkrise-haelt-nikkei-massiv-unter-druck/6041.html http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/boerse-tokio-griechenlandkrise-haelt-nikkei-massiv-unter-druck/6041.html#respond Mon, 29 Jun 2015 13:55:02 +0000 http://blog.boersennews.de/?p=6041 Nicht nur der DAX leidet unter der anhaltenden Sorge um einen griechischen Staatsbankrott. Auch im fernen Osten entfaltet die eskalierende Entwicklung ihre Wirkung. So hat die Börse in Tokio zu Wochenbeginn deutliche Verluste eingefahren. Dafür ist aber auch noch etwas anderes der Grund.

Der 225 Werte umfassende japanische Leitindex Nikkei büßte am Montag 2,88 Prozent auf 20.109 Punkte ein. Für den breiter gefassten Topix-Index ging es um 2,53 Prozent auf 1.624 Zähler nach unten, während sich der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans um mehr als zwei Prozent verschlechterte. Insgesamt gab es in Tokio nur 56 Kursgewinner und 1.808 -verlierer. Zehn Werte notierten unverändert.

Die Angst vor dem Grexit

Hintergrund der Kurseinbrüche ist die Befürchtung vieler Anleger, Griechenland könnte nach der drohenden Pleite auch aus der Euro-Zone ausscheiden, versichern Analysten. Im Mittelmeeranrainer bleiben die Banken die ganze Woche über geschlossen, um einem möglichen Ansturm verärgerter Sparer entgegenzuwirken. Indes meint auch ein Mitarbeiter der HSBC in Hongkong, dass die griechischen Verhältnisse keine akute finanzielle Stresssituation in Ostasien heraufbeschwören werden.

Die Angst vor der Konjunkturabkühlung

Neben dem Griechenland-Problem sind es die Industriedaten, welche in Japan für Börsenturbulenzen gesorgt haben. Im Mai sank die Produktion im Industriesektor so stark wie seit drei Monaten nicht mehr. Nach Regierungsangaben betrug das Minus 2,2 Prozent. Die Marktschätzungen lagen lediglich bei minus 0,8 Prozent.

Bei den Einzelwerten hatten insbesondere Banken und Finanzunternehmen mit Kursverlusten zu kämpfen. Mizuho Financial etwa verschlechterte sich um 3,56 Prozent, Nomura Holdings rutschte um 2,18 Prozent ab. Im Zuge des steigenden Yen sanken überdies die Aktien von Exportorientierten Konzernen wie Toyota (minus 2,18 Prozent), Honda (minus 2,74 Prozent) und Suzuki Motors (minus 4,28 Prozent).

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Neuer IPO: Windanlagenbauer Chorus strebt an die Börse http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/neuer-ipo-windanlagenbauer-chorus-strebt-an-die-boerse/6033.html http://blog.boersennews.de/boerse-aktuell/neuer-ipo-windanlagenbauer-chorus-strebt-an-die-boerse/6033.html#respond Tue, 23 Jun 2015 08:00:45 +0000 http://blog.boersennews.de/?p=6033 Deutschlands börsennotierte Unternehmen aus dem Bereich "Erneuerbare Energien" bekommen Zuwachs. Der bayerische Solar- und Windanlagenbauer Chorus Clean Energy wagt den Sprung an die Frankfurter Börse. Erhofft wird sich von dem IPO ein dreistelliger Millionenbetrag, der in die weitere Expansion der Firma gesteckt werden soll.

Wie aus einer am Montag veröffentlichen Pressemitteilung hervorgeht, können die Aktien von Chorus ab sofort (22. Juni) gezeichnet werden. Die Erstemission soll am 3. Juli im Prime Standard, einem streng regulierten Segment der Frankfurter Wertpapierbörse, erfolgen. Anlegern schmackhaft macht sich der in Neubiberg bei München beheimatete Konzern mit der Aussicht auf eine hohe Dividende. Diese soll einen "signifikanten" Teil des Gewinns umfassen, hieß es in der Mitteilung.

Preisspanne von 9,75 bis 12,50 Euro

Die voraussichtlich acht bis 10,3 Millionen neuen Aktien von Chorus werden zu einem Preis zwischen 9,75 und 12,50 Euro angeboten. Der Besitzer von 62 Solar- und Windparks und Betreiber von fünf weiteren Windanlagen ist zuversichtlich, mit dem Börsengang mindestens 100, bestenfalls 125 Millionen Euro einzunehmen. Nach dem IPO, der von der Berenberg Bank und der BHF Bank begleitet wird, sollen sich rund 86 Prozent der Anteile in Streubesitz (Freefloat) befinden.

Frische Mittel für Expansion

Mit dem erhofften Geldsegen will Chorus sein weiteres Wachstum finanzieren, um seine Stellung im harten Wettbewerb mit größeren Rivalen wie der Hamburger Capital Stage AG zu festigen. Geplant sei die Akquisition neuer Sonnen- und Windkraftwerke sowie die Erweiterung des Dienstleistungsangebots im Bereich Asset Management.

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